Fachbereich Heizung

Moderne Heiztechnik stellt heute hohe Anforderungen an Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Zukunftssicherheit. Gleichzeitig sind gesetzliche Vorgaben wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sowie verschiedene Förderprogramme zu berücksichtigen. Wir unterstützen Sie bei der Planung, Modernisierung und Optimierung Ihrer Heizungsanlage und entwickeln gemeinsam mit Ihnen eine Lösung, die sowohl technisch als auch wirtschaftlich zu Ihrem Gebäude passt.
Von der Bestandsanalyse über die Auswahl geeigneter Heizsysteme bis hin zur fachgerechten Umsetzung begleiten wir Sie in allen Projektphasen. Je nach Projektumfang erfolgt die Realisierung einzelner Leistungsbereiche in enger Zusammenarbeit mit qualifizierten Kooperationspartnern, sodass eine technisch abgestimmte und fachgerechte Umsetzung sichergestellt ist. Dabei informieren wir Sie verständlich über aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen, mögliche Modernisierungsoptionen sowie verfügbare Fördermöglichkeiten.


Was ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG)?
Das Gebäudeenergiegesetz regelt in Deutschland die energetischen Anforderungen an Gebäude sowie an Heizungs- und Anlagentechnik. Ziel des Gesetzes ist es, den Energieverbrauch im Gebäudebereich zu senken, den Einsatz erneuerbarer Energien zu erhöhen und langfristig eine klimafreundliche Wärmeversorgung zu erreichen.
Für Eigentümer ist besonders relevant, dass das GEG vor allem dann greift, wenn eine neue Heizungsanlage eingebaut oder eine bestehende Anlage umfassend modernisiert wird. Bestehende Heizungen dürfen grundsätzlich weiter betrieben werden, sofern keine speziellen Austauschpflichten, beispielsweise bei sehr alten Heizkesseln.
Welche Heizlösung künftig sinnvoll ist, hängt unter anderem von der kommunalen Wärmeplanung, den technischen Gegebenheiten des Gebäudes sowie den individuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab.

>> Kommunale Wärmeplanung Landeshauptstadt Saarbrücken (LHS)


Heizung kaputt – was jetzt?

Schritt 1: 

Alter der Heizungsanlage prüfen
Heizung älter als 30 Jahre?


In diesem Fall kann (je nach Anlagentyp) eine gesetzliche Austauschpflicht bestehen. Eine technische Prüfung zeigt, ob Ihre Anlage betroffen ist.

Heizung jünger als 30 Jahre?
Eine Reparatur oder Modernisierung einzelner Komponenten kann häufig weiterhin möglich sein.

Schritt 2: 

Welche Energieträger kommen in Frage?
Bei einem notwendigen Austausch stehen heute mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Wärmepumpensysteme – Nutzung von Umweltenergie (Luft, Erdreich oder Wasser)
  • Fernwärmeanschluss
  • Hybridlösungen – Kombination mehrerer Wärmeerzeuger
  • Gas- oder Öl-Brennwertsysteme, unter Berücksichtigung zukünftiger gesetzlicher Anforderungen


Schritt 3: 

Gesetzliche Rahmenbedingungen beachten

Beim Einbau neuer Heizungsanlagen müssen gesetzliche Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes berücksichtigt werden. Bei Gas- oder Ölheizungen sind künftig steigende Anteile erneuerbarer Energieträger (z. B. Biomethan oder Wasserstoff) vorgesehen. Zusätzlich beeinflusst die CO₂-Bepreisung langfristig die Betriebskosten fossiler Energieträger. Entsprechende Entwicklungen und Quoten können in den begleitenden Informationsgrafiken nachvollzogen werden.

Schritt 4: 

Individuelle Lösung bestimmen

Welche Heizlösung technisch sinnvoll und wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt vom Gebäudezustand, den vorhandenen Heizflächen, der energetischen Qualität des Gebäudes sowie der regionalen Wärmeplanung ab. Eine technische Bestandsaufnahme schafft hier Planungssicherheit und bildet die Grundlage für die Auswahl des passenden Heizsystems.

Was gilt wann für neue Heizungen
Was gilt wann für neue Heizungen
Mögliche CO2-Preisentwicklung
Mögliche CO2-Preisentwicklung
Mögliche jährliche Kosten durch den CO2-Preis für einen 3 Personen Hau
Mögliche jährliche Kosten durch den CO2-Preis für einen 3 Personen Hau
Mindestanteil grüner Brennstoffe ab 2029
Mindestanteil grüner Brennstoffe ab 2029


Welche Heizsysteme sind möglich?
Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Heizsysteme sowie deren Einsatzmöglichkeiten und Voraussetzungen. Gerne erläutern wir Ihnen die jeweiligen Optionen im Detail und unterstützen Sie bei der Bewertung der für Ihr Gebäude passenden Lösung.

Je nach Gebäude und technischer Ausgangssituation kommen unterschiedliche Lösungen in Frage, beispielsweise Wärmepumpensysteme, Hybridanlagen, Anschluss an Wärmenetze oder die Modernisierung bestehender Anlagen. 

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab und wird projektbezogen bewertet.

Vier mögliche Heizsysteme im Überblick

Wärmepumpe


Wärmepumpen nutzen Umweltenergie aus Luft, Erdreich oder Grundwasser, um Gebäude effizient zu beheizen. Sie arbeiten besonders wirtschaftlich in gut gedämmten Gebäuden oder bei niedrigen Vorlauftemperaturen und lassen sich häufig gut mit Fußbodenheizungen oder modernen Heizkörpern kombinieren. Durch den Einsatz erneuerbarer Energien erfüllen Wärmepumpensysteme bereits heute zukünftige gesetzliche Anforderungen.

Fernwärme


Beim Anschluss an ein Wärmenetz wird die Wärme zentral erzeugt und über Rohrleitungen zum Gebäude transportiert. Für Eigentümer entfällt der Betrieb eines eigenen Wärmeerzeugers, wodurch Wartungsaufwand und Platzbedarf reduziert werden. Voraussetzung ist, dass ein Wärmenetz am Standort verfügbar ist oder zukünftig geplant wird.

Gas- oder Öl-Brennwertanlage


Moderne Brennwertanlagen nutzen den eingesetzten Brennstoff besonders effizient und können eine wirtschaftliche Lösung darstellen, insbesondere wenn bereits entsprechende Infrastruktur vorhanden ist. Beim Neueinbau müssen jedoch zukünftige gesetzliche Anforderungen, steigende CO₂-Kosten sowie langfristig steigende Anteile erneuerbarer Energieträger berücksichtigt werden, die den Betrieb fossiler Systeme zunehmend beeinflussen können.

Hybridanlage (Wärmepumpe + Brennwertsystem)




Hybridanlagen kombinieren eine Wärmepumpe mit einem zusätzlichen Brennwertgerät. Die Wärmepumpe übernimmt dabei den überwiegenden Teil der Wärmeerzeugung, während das Brennwertsystem nur bei sehr niedrigen Außentemperaturen oder Spitzenlasten zugeschaltet wird. Dadurch lassen sich Energieeffizienz und Betriebssicherheit miteinander verbinden, insbesondere in Bestandsgebäuden mit höheren Leistungsanforderungen.